Die Kontinentalverschiebung

Die Kontinentalverschiebung wird auch als Kontinentaldrift bezeichnet. Hinter dem Begriff verbirgt sich das langsame Bewegen der Kontinentalplatten, voneinander weg oder aber aufeinander zu. Heutige theoretische Grundlage dabei ist die Plattentektonik. Doch bereits im 18. und 19. Jahrhundert kamen die ersten Hypothesen zum Mobilismus der Kontinentalplatten auf.

Streitig ist auch derzeit noch, welche Kräfte die Ursache für die Kontinentalverschiebung sind. Dies gilt jedoch nicht für den geodynamischen Befund. Jedes Jahr werden an den Rändern der Kontinente Bewegungen sichtbar, sie reichen von 1 cm bis zu 1ß cm. Zusätzlich entstehen Bruchlinien auch innerhalb der Kontinente, beispielsweise im Mittelmeerraum. Der Gedanke, dass es eine Kontinentalverschiebung gibt, konnte sich lange Zeit nicht manifestieren, denn es fehlte die Erklärung, woran dies lag und welche Auswirkungen das haben könnte. Im Grunde gab es drei verschiedene Versuche, dies zu erklären:

  1. Mantovani: Hier galt die Ausdehnung durch Wärme, die dazu führt, dass die Erde expandiert, als Ursache für die Kontinentalverschiebung.
  2. Taylor: Ursächlich bei diesem Gedanken sind die Gezeitenkräfte, die durch die Annäherung des Mondes entstehen.
  3. Wegener: Hier ursächlich für die Kontinentalverschiebung sollen sowohl die Zentrifugalkraft als auch die Gezeitenkraft sein.

All diese Theorien erwiesen sich jedoch als falsch.

Vor der Kontinentalverschiebung gab es den Super-Kontinenten Pangea

Vor der Kontinentalverschiebung gab es den Super-Kontinenten Pangea

Bei der Betrachtung und dem Beschäftigen mit der Kontinentalverschiebung bzw. dem Kontinentaldrift sollte besonderes Augenmerk auf die Perioden der Erdgeschichte gelegt werden, in denen alle Kontinente eine Landmasse darstellen bzw. in denen diese Masse auseinander gebrochen ist. Diese Landmasse wird als “Superkontinent” bezeichnet. Diese Phasen werden im Allgemeinen als Superkontinent-Zyklen gesehen. Im Laufe der Erdgeschichte gab es davon fünf oder sechs, heute anerkannt sind jedoch nur der letzte, welcher Pangaea genannt wird, und der vorletzte, der als Rodinia oder auch Vendium bezeichnet wird.

Geht man davon aus, dass die Kontinentalverschiebung weiterhin so verläuft wie bisher, so lässt sich bereits voraussagen, dass in ca. 60 Millionen Jahren der australische Kontinent gegen Asien stoßen wird. Ein neuer Superkontinent würde in etwa 300 Millionen Jahren wieder entstanden sein.

Die Entstehung der heutigen Kontinente

  • vor 320 Millionen Jahren: es gab zwei Kontinente, Gondwana und Laurasia
  • vor 250 Millionen Jahren: aus den beiden Kontinenten wurde der Riesenkontinent Pangaea
  • vor 135 Millionen Jahren: die Masse brach auseinander, dieses Auseinanderbrechen bestand bis vor 100 Millionen Jahren fort. Es entstanden die Kontinente, wie sie heute bestehen.

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