Auswirkungen von Erdbeben

Als Erdbeben bezeichnet man Erschütterungen im Erdinneren, die in unterschiedlichen Stärken auftreten können und teils katastrophale Folgen haben. Doch wie entsteht ein solches Beben? Die Erdkruste ist, anders als der Name andeutet, keine feste Masse, die den Erdball kraftvoll umschließt, sondern sie besteht aus mehreren sogenannten tektonischen Platten.

Das Magma im Erdinneren ist flüssig, und die tektonischen Platten schwimmen auf diesem flüssigen Untergrund. Durch diese Bewegung entstehen Spannungen innerhalb der Platten sowie Reibung an den Rändern. Wird die Spannung oder Reibung zu groß, reißen die Platten auf und, ähnlich wie bei einem Gewitter, entlädt sich die Kraft nach außen. Ein Erdbeben ist die Folge. Dabei handelt es sich um eine Kettenreaktion, die mit schwächeren Vorbeben beginnt, dann ein Hauptbeben auslöst und in der Regel zahlreiche Nachbeben von oft ebenfalls großer Stärke nach sich zieht.

Tektonische Platten in Bewegung

Im San Andreas Graben werden täglich mehrere Hundert Erdbeben gemessen

Im San Andreas Graben werden täglich mehrere Hundert Erdbeben gemessen

Da die tektonischen Platten permanent in Bewegung sind, kommt es besonders an den Rändern ständig zu unzähligen Erschütterungen, die aber meist so schwach sind, dass sie vom Menschen gar nicht wahrgenommen werden können. Ein besonders gefährdetes Gebiet liegt z.B. im San Andreas Graben in Kalifornien. Hier verzeichnen spezielle Messinstrumente mehrere Hundert Erdbeben täglich, die jedoch vom Menschen nicht bemerkt werden. Doch immer wieder kommt es weltweit zu stärkeren Erdbeben. Diese reichen von leichten Erschütterungen, bei denen schon mal Bilder von der Wand oder Gläser aus den Schränken fallen, über mittlere Beben, die unterschiedlich starke Schäden an Gebäuden hinterlassen können bis hin zu den ganz großen Katastrophen, die ganze Städte und Regionen zerstören und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Das verheerendste Erdbeben der jüngsten Zeit ereignete sich 2011 in Japan mit einer Stärke von 9.0. Über 15.000 Menschen starben, die materiellen Schäden sind noch lange nicht behoben.

Keine absolut sichere Vorhersage möglich

Trotz modernster Technik ist es noch immer nicht möglich, Erdbeben sicher im Voraus vorherzusagen, nur Warnungen aufgrund verstärkter Beobachtung von leichten Erschütterungen sind bislang möglich. Auch haben Erdbeben oft einen Tsunami zur Folge, der in Küstenregionen weitere Verwüstungen auslösen kann. Doch auch hier gibt es noch keine absolut sichere Vorhersage. Erdbebenstärken werden auf der nach dem US-Wissenschaftler Charles F. Richter benannten, nach oben offenen „Richterskala“ gemessen. Hier eine vereinfachte Aufstellung der Stärken:

  • Unter 1 = nur instrumental messbar
  • 2-3 = leicht spürbar
  • 4-5 = leichte Schäden
  • 6-7 = große Schäden
  • Über 7 = katastrophale Folgen

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